Expedition Weltmeere konzentriert sich auf drei große Themenschwerpunkte: Die Tiefsee mit ihren rätselhaften Lebenswelten und dem fragilen Ökosystem, die Weltmeere als umkämpfter Wirtschaftraum und schließlich die Weltmeere als Sehnsuchtsort und Transferraum für Menschen und Ideen. Diese geheimnisvollen Gefilde waren schon immer eine Inspirationsquelle für Fantasie und Kreativität: Neben Originalobjekten aus Natur, Wissenschaft und Technik führen historische Kunstwerke und zeitgenössische Positionen die bedrohte Schönheit der maritimen Flora und Fauna vor Augen und animieren zum Nachdenken über die wechselvolle Beziehung zwischen Mensch und Meer. (Quelle geomar.de)
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Mehr InformationenTrailer Expedition Weltmeere
Wissenschaft, Soziales, Kultur und zeitgenössische Positionen in der Kunst in einer Ausstellung vereint – Wow, das klingt interessant. Leider konnten meine Erwartungen nicht ansatzweise erfüllt werden. Diese relativ kleine Ausstellung ist mit der Vielfalt der Themen überfordert. Die Exponate sind eher lieblos arrangiert – mehr Infografik als Emotion. Das Licht als Gestaltungswerkzeug konnte (mich) nicht überzeugen. Das Konzept dieser Ausstellung sehe ich eher in einem großen Foyer oder Aula – nicht in einer Bundeskunsthalle. Die erste Unterwasser-Fotografie von Louis Marie-Auguste Boutan hätte thematisch besser zu Anna Atkins Cyanotypien gepasst und nicht in dem Raum der von Jules Verne „20.000 Meilen unter dem Meer“ dominiert wurde. Bilder vor einer Motivtapete zu präsentieren erschließt sich mir auch nicht so richtig. Hans Hass, einer der Pioniere der Unterwasserforschung fehlte gänzlich. Sklavenhandel, Migration und Fischerei werden als langweilige Grafik/Foto-Text-Kombinationen präsentiert. Die angekündigten „aktuellen Positionen in der Kunst“ sind eher Beiwerk als Schwerpunkt.
Der kleine Museums-Shop bot nur eine geringe Auswahl an Büchern. Die „Was ist Was“-Reihe zu Unterwasserforschung/-themen – (nicht nur) für Kinder sicherlich interessant – konnte ich nicht entdecken. Irgendwie machte alles einen eher traurigen, zusammengewürfelten Eindruck,
Fazit:
Eine Show, die keine Emotionen transportiert, sondern knochentrocken und altbacken daherkommt. Ich kann diese Ausstellung nicht empfehlen.
à bientôt
Stefan


















